Suchen auf handundpfote.com
   

Tricks und häufige Probleme

So wie Ihr Hund vermutlich sein erstes Halsband ablehnte, so wird er vielleicht anfangs auch das Halti nicht mögen. Lesen Sie hier ein paar Tricks, wie der Gewöhnungsprozess weniger anstrengend und sogar spaßig sein kann.

Einstieg
Zunächst zeigen Sie dem Hund das Halti, lassen Sie ihn daran schnüffeln und sich davon überzeugen, dass er nichts zu befürchten hat.

Belohnen Sie Ihren Hund
Zur Belohnung geben Sie ihm Leckerbissen mit der Hand, die sie durch das Halti hindurchstecken. Dann lassen Sie das Halti über Ihre Hand gleiten bis auf seine Nase. Streifen Sie das Halti wieder ab und wiederholen Sie den Vorgang.

Vorsicht mit Kauen!
Passen Sie auf, dass der Kinnriemen nicht zwischen die Kiefer Ihres Hundes rutscht. Halti ist aus weichem, besonders widerstandfähigem Gewebe, aber es ist nicht unzerkaubar!

Wenn Ihr Hund das Halti zum ersten Mal trägt
Normalerweise ist es am besten, wenn Sie den Hund langsam an das Halti gewöhnen. Zu Beginn soll er es nur ein paar Minuten tragen, ohne angelegte Leine. Lenken Sie Ihren Hund ab, beruhigen Sie ihn und spielen Sie mit ihm, während er sich nach und nach an das Halti gewöhnt. Lassen Sie ihn nicht unbeaufsichtigt.

Anlegen der Leine und erster Spaziergang
Viele Hund akzeptieren das Halti sofort und widerstandslos. Befestigen Sie eine Leine am vorgesehenen Ring und lenken Sie Ihren Hund mit Reden und Leckerbissen ab. Halten Sie einen Leckerbissen hoch, damit er seinen Kopf hebt. Wenn Ihr Hund seine Kopf hängen lässt und zum Beispiel mit den Pfoten an der Schnauze reibt, führen Sie sanft die Leine nach oben, damit auch der Hund seinen Kopf wieder hebt.

Wenn der Hund sich zu wehren scheint
Manche Hunde scheinen sich zu wehren, aber Ihre Bewegungen sind meist dramatischer als ihre wahren Gefühle oder die zugrunde liegende Anspannung. Am besten bleiben Sie konsequent, heben seinen Kopf und laufen weiter, Stück für Stück vorwärts. Unterbrechen Sie Ihren Hund, sobald er sich wehrt oder versucht, seinen Kopf an Ihren Beinen zu reiben, indem Sie ihm einen Leckerbissen füttern oder ihn mit Lärm ablenken.

Stimmt die Größe?
Das Halti ist zu groß, wenn es über die Nase bis zu den Augen des Hundes rutscht, sobald er nach vorne zieht. Tauschen Sie das Halti um. Sie brauchen eine kleinere Größe.

Schlechtes Benehmen korrigieren
Das Halti ist ein nützliches Werkzeug, um schlechtes Benehmen bei Hunden zu verbessern. Durch freundliche Kontrolle ist es möglich, dem Hund alternative und angemessenere Verhaltensweisen beizubringen. Auf enspannte und vertrauensvolle Art und Weise.
Vorsicht: Es liegt einzig in Ihrer Verantwortung, dass Ihr Hund andere Hunde oder Menschen weder beißt noch verletzt. Unsere nützlichen Tipps zum Training geben wir ohne Haftung. Im Zweifelsfall lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt, einem qualifizierten Trainer oder einem Verhaltenstherapeuten beraten.

Training der sozialen Fähigkeiten
Unglücklicherweise kommen manche Hunde nicht in den Genuss einer frühen Sozialisierung oder eines Welpentrainings. Andere wiederum sind traumatisiert, beispielsweise weil ein anderer Hund sie angegriffen hat. Wieder andere haben Abneigungen gegen alle Menschen außerhalb der eigenen Familie. Das Halti ist das Mittel der Wahl, um diese Hunde umzuerziehen. Sie lernen, den Umgang mit Menschen positiv zu empfinden.

Aggressives Verhalten gegenüber anderen Hunden
Die einzigartige Ringkonstruktion des Halti ermöglicht die An-Aus-Maulkorbfunktion. Kein anderes Geschirr verfügt über diese Möglichkeit. Zerrt der Hund nach vorne und übermäßig neugierig oder aggressiv in Richtung eines anderen Hundes, lenken Sie ihn mit der langen Leine oder der Verlängerungsleine zur Seite. Laufen Sie im Kreis und nähern Sie sich dann wieder dem anderen Hund. Natürlich haben Sie vorher dessen Besitzer um seine Erlaubnis gebeten, dass Sie Ihren Hund in der beschrieben Weise resozialisieren dürfen. Loben Sie jeden positiven oder geduldeten Kontakt, aber führen Sie ihn mit dem Halti weg, sobald er agressiv wird oder Hals-über-Kopf angreift.

Aggressives Verhalten gegenüber Menschen
Bei Menschen resozialisieren Sie Ihren Hund am besten wie folgt: Laufen Sie auf den Fremden zu, den Sie vorher aufgeklärt haben und dem Sie einen Leckerbissen in die Hand gegeben haben, den dieser wiederum Ihrem Hund füttern kann. So entwickelt der Hund Vertrauen gegenüber Fremden. Vorsicht: Wenn Sie die Leine lockern, kann der Hund nach vorne ausschreiten und den Leckerbissen von der flachen oder ausgestreckten Hand nehmen. Gleichzeitig kann er die Gelegenheit auch nutzen, vorzuspringen und in die Hand zu beißen. Sie müssen aggressive Hunde sehr behutsam an Menschen oder andere Hunde gewöhnen.
Nach dem ersten Kontakt können Freunde oder Hundetrainer den Hund leicht übernehmen und mit dem Halti eine kurze Strecke ausführen. Die Maulkorbfunktion verhindert, dass der Hund seinen neuen Begleiter beißt. Zeigen Sie der Person deshalb unbedingt, wie man die Leine nach oben führt und den Maulkorb schließt, sollten die Dinge außer Kontrolle geraten.

Jagd auf Kleinvieh
Jagen ist bei Hunden ein natürlicher, primitiver Instinkt. Am besten verwandelt man ihn in Jagen-Fangen-Kauen-Spiele mit sicherem, haltbaren Spielzeugen wie dem Kong. Unglücklicherweise ist Hunden wie Terriern oder Spürhunden das Jagen nur sehr schwer wieder auszutreiben, wenn Sie erst einmal auf den Geschmack – beispielsweise die Hasenjagd - gekommen sind.
Halti verbessert alle Aspekte des Gehorsams, besonders bringt es dem Hundehalter Führungsqualitäten bei. Ist der Hund am Halti und an der langen Leine und macht er sich an Schafe, Hühner oder anderes Kleinvieh heran, dann stoppen Sie ihn abrupt etwa 1 - 0,5 Meter vor der Beute. Stoppen Sie ihn mit einem zeitlich genau abgestimmten Schütteln eines lauten Gegenstandes, wie zum Beispiel einer klappernden Blechbüchse (gefüllt mit ein paar Erbsen) oder einem plötzlichen Ruck an der Leine. Dadurch verliert Ihr Hund die Orientierung und er wird vor seiner geplanten Beute beschämt und gedemütigt. Dann nähern Sie sich der potentiellen Jagdbeute nochmals an (vorausgesetzt, diese ist noch nicht verschwunden) und wiederholen Sie die Übung. Wenn Ihr Hund nicht ins Jagen verfällt, belohnen Sie ihn mit Lob oder Leckerbissen.

Hochspringen
Hunde, die zur Begrüßung an einem hochspringen, dabei Dreck auf der Kleidung verschmieren und einem Hände und Gesicht abschlecken, sind lästig und ärgerlich. Schnüffeln, Lecken und dann wilde Kämpfe sind eine normale Verhaltensweisen unter befreundeten Hunden, wenn sie einander begrüßen. Wir Menschen finden das unangenehm.
Um diese Gewohnheit des Hochspringens zu korrigieren, müssen sowohl der Mensch als auch der Hund ihr Verhalten verändern. Zunächst begrüßen Sie Ihren Hund liebevoll, aber begeben Sie sich gleich auf seine Höhe anstatt ihn scheinbar auf Ihre Höhe einzuladen. Wenn sie die Befehle "Sitz!" und "Halt!" schon eintrainiert haben, können Sie ihn für seinen Georsam mit Leckerbissen, Streicheln oder liebevoller Zuwendung belohnen. Was Sie nicht tun sollten ist: Davonlaufen, Hände über den Kopf halten und schreien. Wenn Ihr Hund vor lauter Aufregung Ihre Befehle ignoriert, wenden Sie sich ab, verhalten Sie sich ruhig, distanziert und weisen Sie seine Annäherungsversuche deutlich ab. Im schlimmsten Fall greifen Sie zu einer zeitgenauen Strafe, zum Beispiel lassen Sie neben dem Hund eine Klapperbüchse fallen in genau dem Moment, wenn seine Vorderpfoten vom Boden abheben. Seien Sie nicht übermäßig streng zu einem hochspringenden Hund, und schlagen oder treten Sie ihn niemals mit Händen, Knien oder Füßen.

Kot fressen und Betteln
Es gibt viele Gründe dafür, warum Hunde ihren eigenen oder den Kot anderer Hunde fressen. Vor allem mögen Sie es einfach, so wie die meisten Hunde gerne Kot von Schafen, Pferden und anderen Pflanzenfressern fressen. Der menschlichen Empfindsamkeit geht das meist zu weit. Die meisten von uns wollen nicht, dass unsere Hunde so etwas fressen. Mit Halti können Sie Ihrem Hund sehr wirkungsvoll abgewöhnen, in Grünanlagen nach weggeworfenem Essen zu suchen oder auf dem Land im Kot von Bauernhoftieren zu wühlen. Wichtigste Hilfsmittel sind ein langes Seil oder die Verlängerungsleine, die am Halti befestigt wird, und eine Klapperbüchse. Nehmen Sie Leckerbissen mit, mit denen Sie Ihren Hund belohnen, wenn er das gewünschte Verhalten zeigt und den verbotenen Stoff ignoriert. Wenn die Versuchung mit ihm durchgeht, erschrecken Sie Ihren Hund mit der Klapperbüchse. Dann drehen sie den Kopf des Hundes zu Ihnen und wiederholen den Merk-Befehl. Nach einem "Sitz-und-Halt!"-Befehl dürfen Sie Ihren Hund mit einem Leckerbissen belohnen.

Das Halti im Auto
Viele Hunde, die sich mit dem Halti beruhigen lassen, aber im Auto hysterisch werden, lassen sich auch hier mit dem Halti in vorbildliche Autopassagiere umerziehen.

Übermäßiges Bellen
Kläfft Ihr Hund laut, wenn Sie ihn ausführen? Das drückt lediglich die Aufregung aus, die er empfindet, weil er bald im Wald oder im Park sein wird. Nutzen Sie einfach die Maulkorb An-Aus-Funktion und schließen Sie seine Schnauze, sobald er zu bellen beginnt.
Wenn Ihr Hund in anderen Situationen bellt, besonders wenn er von der Leine ist, hilft das Halti nicht viel weiter. Für solche Hunde sind andere Produkte entwickelt worden, zum Beispiel das Aboistop-Spray-Halsband. Dieses Hilfsmittel wird am Hals getragen und gibt kleine Mengen Gas ab, mit oder oder Zitronendurft. Es funktioniert bei 90 Prozent aller kläffenden Hunde, besonders jenen, die mit ihrem Bellen Selbstvertrauen und Territorialansprüche ausdrücken. Wenn Hunde aus Kummer darüber, dass sie allein sind, bellen, suchen Sie besser einen qualifizierten Verhaltenstherapeuten auf. Vermutlich hat Ihr Hund ein Bindungs- oder Trennungsproblem.

Ängste und Phobien
Manchen Hunde fürchten bestimmte Situationen aus gutem Grund: Beispielsweise das Näherkommen eines Busses oder Lastwagens mit Luftbremsen, Pferde oder die bloße Sicht eines Heißluftballons. Eine systematische Desensitisierungstherapie versucht, das gefürchtete Objekt mit den Erfahrungen von Trost oder Entspannung zu verbinden. Der gefürchtete Gegenstand oder das gefürchtete Geräusch sollte dem Hund mit geringer Intensität beziehungsweise auf einem tolerierbaren Level vorgestellt werden. Langsam können sich positive Assoziationen bilden und die Furcht schwindet.
Entschlossenes Zurückhalten schafft beim Hund Vertrauen. Die altmodischen Zurückhaltesystem, wie Würgeketten oder auch das gewöhnliche Halsband, das würgt und Schmerzen verursacht, gibt dem Hund noch mehr Grund, ängstlich zu sein. Das Halti jedoch kann bei diesen Hunden angewendet werden, weil es den Fluchtversuch des Hundes stoppt, der bizarrerweise wiederum die Ängstlichkeit des Hundes verstärkt und rechtfertigt.

 
MasterPlus, Hundeartikel, Hundeerziehung, münchen, Hundezubehör, Hundeschule, Hundeausbildung, Hundehalsband, handundpfote, Halsband